Blog February 2010

Aktuelle Zahlen - Twitter in der Unternehmenskommunikation in Deutschland

Twitter - Aktuelle Zahlen Der Twitter-Boom ist laut des "Twitterzensus" von Thomas Pfeiffer zurückgegangen. Schon seit September 2009 pendelt die Zahl der aktiven Nutzer im deutschsprachigen Raum um ca. 180.000 User. Vor einem halben Jahr hatte der Zuwachs noch gut 30 Prozent pro Monat betragen. Doch daraus den Anfang vom Ende des populärsten Mikroblogging-Dienstes zu prognostizieren wäre völliger Unsinn. Vielmehr erhält Twitter nun die Chance zu beweisen, was wirklich in ihm steckt - als Social Software im privaten Bereich ebenso wie in der Unternehmenskommunikation.

Letztere hat Torsten Schwarz, Chef der Online-Beratung Absolit, in einer umfangreichen Studie unter die Lupe genommen. Genauer gesagt hat Absolit gemeinsam mit dem Verband der deutschen Internetwirtschaft Eco und der PR-Agentur Talkabout Communications die deutschsprachigen Twitter-Auftritte 25 namenhafter Unternehmen und Messen sowie von Greenpeace untersucht, die im August 2009 mindestens 300 Abonnenten (Followers) hatten. Drei Monate lang wurden die Aktivitäten unter Gesichtspunkten wie Reichweite, Inhalt, Qualität und Wirkung der Botschaften sowie Bereitschaft zum Dialog analysiert.

In puncto Reichweite liegt die Twitter-Seite der Lufthansa mit Abstand vorn: Sie kam Mitte August auf rund 6.300 Abonnementen, Mitte November auf gut 10.000. Auf den Plätzen folgen Xing (fast 5.300 Abonnenten im November) und Vodafone (rund 3.900). Hier gilt die Regel: Wer viele Follower hat, gewinnt auch viele dazu. Die größte Zuwachsrate im Untersuchungszeitraum verzeichnet das Versandhaus Otto: Es kann seine Abonnentenzahl monatlich verdoppeln und kommt am Ende auf rund 2700. Allerdings kann die bloße Zahl der Follower noch nichts über die Wirkung des Gezwitschers aussagen. Um sie zu erfassen, hantieren die Studienautoren mit zwei Messgrößen: der Zahl der Sichtkontakte und der Zahl der weitergeleiteten Botschaften (Tweets). Die Anzahl der Sichtkontakte kann gesteigert werden, indem die Zahl der Nachrichten oder die der Abonnementen erhöht wird. Lufthansa und Xing erreichen hier allein wegen ihrer großen Abonnentenzahlen hohe Werte. Bei der Deutschen Bahn dagegen sind es die vielen Botschaften, die für viele Sichtkontakte sorgen. Letzteres birgt eine Gefahr in sich: Werden Nutzer mit Tweets bombardiert, steigt die Wahrscheinlichkeit, dass sie das Abo des Unternehmens kündigen.

Ein härterer Maßstab zur Beurteilung der Qualität eines Twitter-Auftritts ist die Anzahl der von den Abonnenten weitergeleiteten Botschaften. In diesem Punkt identifizieren Studienautoren Google, die Lufthansa, die Messe Frankfurt, Otto, Ebay und Microsoft/Windows als die führenden Twitter-Kanäle von Unternehmen. Die Bereitschaft auf Firmenseite zum Dialog hat darauf jedoch offenbar keinen entscheidenden Einfluss. Otto, Kodak, und Vodafone sind Spitzenreiter im Beantworten von Nutzerfragen. Die Deutsche Bahn, Daimler und Google dagegen antworten der Untersuchung zufolge garnicht.

Die Relevanz der Inhalte in den Augen der Abonnenten ist demnach das wichtigste Kriterium für eine erfolgreiche Twitter-Seite. Auch für den 140-Zeichen-Service gilt die alte Devise: "Content is King." Wertvoll wird er allerdings nur dann, wenn er von den Nutzern weitergetragen wird. Darum wäre der Leitsatz so zu ergänzen: Der Inhalt ist König, aber die Vernetzung Premierminister.

Eine Folgestudie ist angekündigt. Wünschenswert wäre, dass dort die Aktivitäten weiterer Unternehmen berücksichtigt werden, die Twitter mit sehr guter Resonanz einsetzten.

Quelle: DDV dialog Februar 2010




Alexander Damm's picture
geschrieben von adamm am 15. February 2010 - 19:11
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Nutzer mögen visuelle Suche

visuelle SucheDie visuelle Suche wurde in letzter Zeit vermehrt im Mode-Bereich eingesetzt, um ähnliche Produkte vorzuschlagen. Viele Benutzer nutzen bereits diesen Service als Produkteinstieg und wünschen sich die visuelle Suche auch in anderen Produktkategorien - so das Ergebnis einer Studie von eResult.

Immer häufiger entdeckt man im Web visuelle Suchen – meist bei Onlineshops und Affiliates. Visuelle Suchen analysieren Bilder hinsichtlich Farbe und Form der enthaltenen Motive. Dadurch ist es möglich ähnliche Motive zu identifizieren, ohne auf weitere Metadaten zurückgreifen zu müssen.

Eine benutzerfreundlich gestaltete visuelle Suche kann neben der normalen Kategoriennavigation und der normalen Suchfunktion als alternativer Sortimentseinstieg dienen. Umgesetzt werden solche visuellen Suchen häufig in Form einer Wolke mit verschiedenen Produktbildern. Sobald der Nutzer eines dieser Bilder anklickt, wird eine neue Wolke mit Bildern generiert, die dem ausgewählten Bild stark ähneln.

Nun stellt sich die Frage, bei welchen Produktkategorien macht eine visuelle Suche aus Nutzersicht Sinn? Und welche weiteren Filtermöglichkeiten sollten hier noch angeboten werden?

Am häufigsten werden visuelle Suchen im Bereich Mode eingesetzt, um ähnliche Kleidungsstücke oder Accessoires anzuzeigen. Diese Funktion ist nicht nur für Frauen interessant - 64% wünschen sich diese Funktion im Bereich Damenmode. Auch für die Herren handelt es sich um ein gutes Serviceangebot - fast die Hälfte hätte die Funktion gern im Bereich Herrenmode.

Ca. 40% der Befragten fänden eine visuelle Suche auch in den Bereichen Technik und Wohnen/Haushalt interessant. Nur 11% der Befragten empfinden visuelle Suchen als überflüssig. Große Interessenunterschiede wurden zwischen den Geschlechtern festgestellt. Frauen wünschen sich verstärkt visuelle Suchen bei Schuhen/Taschen und Wohnen/Haushalt. Männer hingegen tendieren stärker in Richtung Technik und Sport/Freizeit.

Gerade bei Onlineshops mit einem sehr umfangreichen Sortiment, sollten in der visuellen Suche weitere Filtermöglichkeiten angeboten werden, damit die Nutzer schneller zu den interessanten Produkten finden. Im Bereich Schuhe beispielsweise wünschen sich über 70% Filtermöglichkeiten nach Produktgruppe und nach Preis. Am wenigsten interessant sind hier Filter nach aktuellen Modetrends. Auch werden Filtermöglichkeiten mit zunehmender Online-Shopping-Erfahrung immer wichtiger. Eine Möglichkeit nach Farben zu filtern wünschen sich nur 29% der Wenig-Online-Shopper - aber 53% der Viel-Online-Shopper.

Fazit

Abhängig vom angebotenen Sortiment und der jeweiligen Zielgruppe sollten Online-Shops darüber nachdenken, ihren Kunden eine visuelle Suche anzubieten. Schließlich wünschen sich die Nutzer eine Unterstützung bei der Produktauswahl durch die Anzeige ähnlicher Produkte und passender Filtermöglichkeiten.

Quelle: usabilityblog




Alexander Damm's picture
geschrieben von adamm am 8. February 2010 - 17:17
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Zahlen zum Online-Versandhandel nach dem Quelle-Aus

bvhIn dieser Woche hat der Bundesverband des deutschen Versandhandels (bvh) eine Prognose für das Jahr 2010 herausgegeben.  Das Quelle-Aus hatte bislang keinerlei Auswirkung auf den Gesamtmarkt. Die Prognose des bvh fiel dabei erstaunlich pessimistisch aus: Der Online-Markt soll demnach 2010 nur noch um 10% auf 17,1 Mrd. Euro wachsen. Im Vorjahr lag das Wachstum noch bei 16%, 2008 sogar bei 22%.

2009 war ein einschneidendes Jahr für den deutschen Versandhandel

Nicht nur Quelle, auch Mode & Preis und andere Katalogversender mussten aufgeben.

Doppelt bitter für die einst so stolzen Katalogversender: Erstmals in der Branchengeschichte hat sich ein elektronischer Versender an die Spitze der größten deutschen Distanzhändler gesetzt. Wenn man den Umsatzberechnungen von Thorsten Boersma glauben darf (und wer würde das nicht ;-), dann hat 2009 nicht Otto Quelle als umsatzstärksten Distanzhändler abgelöst, sondern Amazon.

Der Damm ist gebrochen

Noch machen sich viele keine Vorstellungen davon, wie umwälzend die kommenden Jahre für den Versandhandel werden und wie sehr sich der Abwärtsstrudel für die Katalogversender nun beschleunigen wird. Dann nachdem Quelle als Marktführer so würdelos fallen gelassen wurde, dürfte kaum noch ein strauchelnder Katalogversender auf ein Rettungsnetz hoffen.

Wer also in den letzten 10 Jahren nicht gelernt hat, ohne Katalog zu verkaufen, der ist nicht nur dem Untergang geweiht, sondern wird die kommenden Jahre nur noch mit sehr viel Glück überleben. 

Die bvh-Zahlen unterstreichen die strukturellen Veränderungen und wie stark die Konkurrenz wächst: Während die Multi-Channel-Umsätze der Versender 2009 um weitere 3,2% eingebrochen sind, gewinnen die neuen Marktteilnehmer unaufhaltsam hinzu: So weisen nicht nur die Online-Pure-Player (+15%), sondern vor allem die stationären Händler (+22%) und die Marken/Hersteller (+27%) eine enorme Wachstumsdynamik auf, die den Katalogversendern auf Fünfjahressicht kaum noch eine Chance lässt.

Quelle: excitingcommerce

Studie: bvh-Zahlen

 




Katharina Eberle's picture
geschrieben von keberle am 5. February 2010 - 14:41
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